Workshops

Im Rahmen der Mensch und Computer 2017 finden folgende Workshops statt. Bitte beachten Sie die jeweiligen Einreichungsfristen und Informationen auf den Webseiten der Workshops.

Für alle Workshops können sich Interessenten bei der Anmeldung zur Konferenz ebenfalls (kostenlos) anmelden. Bei großem Andrang haben Teilnehmer Vorrang, die einen Beitrag im Workshop präsentieren.

Übersicht über alle Workshops:

4. Workshop Mensch-Maschine-Interaktion in sicherheitskritischen Systemen (MCI-WS01)

Organisation: Christian Reuter (Universität Siegen)
Webseite: http://sec-hci.chreu.de/muc17/
Einreichungsfrist: 12.6.2017

Die Interaktion zwischen Mensch und Maschine in sicherheitskritischen Systemen ist eine  interdisziplinäre Herausforderung und Gestaltungsaufgabe. Sicherheitskritische Anwendungsfelder sind vielfältig und umfassen verschiedene Branchen und Bereiche, beispielsweise Produktion, Medizin, Katastrophenschutz oder Verkehr. Neben stationären Rechnern und Maschinen haben mobile Kontexte und Endgeräte sowie soziale Medien bereits seit einigen Jahren an Bedeutung enorm zugenommen. Die spezifischen Herausforderbungen der MCI in solchen sicherheitskritischen Kontexten bedürfen einer Diskussion in Bezug auf die Entwicklung bzw. Adaption von Methoden, aber auch auf Ergebnisse der Technologiegestaltung. Diese gilt es hier innerhalb des Workshops zu adressieren, jedoch mit deutlicher Fokussierung auf potentielle Effekte auf den Faktor Mensch.

 

Anforderungserhebung mit Cultural Probes (MCI-WS02)

Organisation: Juliane Jarke (Universität Bremen), Susanne Maaß (Universität Bremen)
Webseite: https://agim.uni-bremen.de/news/workshop-zur-anforderungserhebung-mit-cultural-probes/
Einreichungsfrist: 11.6.2017

Cultural Probes wurden ursprünglich von Gaver, Dunne & Pacenti (1999) eingesetzt, um von prospektiven NutzerInnen Anregungen für kreative Designlösungen zu erhalten. Durch eine Reihe von Materialien und Fragen werden die Beforschten dazu angeregt, ihren eigenen Alltag über einen bestimmten Zeitraum zu beobachten, zu dokumentieren und zu kommentieren. In der nutzerorientierten Softwaregestaltung werden Cultural Probes inzwischen zunehmend für die systematische Ist-Analyse und Anforderungserhebung verwendet. Als Mittel der ethnografischen Selbstaufschreibung und Selbstauskunft und in Kombination mit Interviews oder Gruppendiskussionen erlauben sie einen detaillierten Einblick in Alltagsprozesse und –strukturen, die sonst nicht von außen beobachtet oder erfragt werden können. In unserem Workshop wird es nicht darum gehen, ob eine solche Nutzung von Cultural Probes zulässig oder abzulehnen ist, denn als Erhebungsinstrument sind Cultural Probes inzwischen in verschiedenen Projekten erfolgreich eingesetzt worden.
Vielmehr bietet der Workshop eine Gelegenheit, sich über Erfahrungen bei ihrer Gestaltung und Nutzung auszutauschen, zu diskutieren und andere anzuregen, mit Cultural Probes zu arbeiten Wir laden PraktikerInnen und ForscherInnen ein, in einem Kurzvortrag über ihre Erfahrungen mit Cultural Probes in der Anforderungserhebung zu berichten. Alle TeilnehmerInnen werden aufgefordert, zur Anschauung Exemplare der von ihnen eingesetzten Cultural Probes mitzubringen. Es ist denkbar, dass so eine kommentierte Sammlung von Probes entsteht.

 

2. IUID-Workshop: „Interkulturelle Erforschung und Gestaltung von Benutzungsschnittstellen (UI) und Benutzererfahrung (UX)“ (MCI-WS03)

Organisation: Rüdiger Heimgärtner (IUIC), Christian Sturm (Hochschule Hamm-Lippstadt),  Christa Womser-Hacker (Universität Hildesheim), Thomas Mandl (Universität Hildesheim), Sebastian Linxen (Fachhochschule Nordwestschweiz)
Webseite: http://www.iuic.de/contents/index.php/archiv/55-workshop-zu-iuid-auf-der-m-c-2013#workshop2017
Einreichungsfrist: 31.5.2017 17.6.2017

Nach dem 1. IUID (Intercultural User Interface Design)-Workshop mit dem Titel: „Zur Forschung im Bereich der Entwicklung interkultureller Benutzungsschnittstellen“, welcher auf der M&C 2013 durchgeführt wurde, soll nun das Wissen um die interkulturelle Erforschung und Entwicklung von Benutzungsschnittstellen weiter gebündelt, analysiert und strukturiert werden. Die meisten Veröffentlichungen im Bereich der Mensch-Maschine-Interaktion, die im Rahmen der führenden Konferenzen und wissenschaftlichen Zeitschriften publiziert werden, basieren auf Daten, die in als „WEIRD“ zu bezeichnenden Umgebungen gesammelt wurden.
Hier stellt sich die Frage, inwieweit die externe Validität und eine weltweite Übertragbarkeit
der Ergebnisse der Studien gegeben sind. Darüber hinaus sind neben der Erweiterung des 2013 im Workshop durch Kurzvorträge zusammengetragenen Forschungsstandes folgende Aufgaben geplant: (1) die Identifikation, Systematisierung und Priorisierung von für die Erforschung und Gestaltung von inter- und transkulturellen Benutzungsschnittstellen relevanten Aspekten und (2) die Definition einer strategischen Vorgehensweise zur Erarbeitung von Handlungsempfehlungen, um diesen identifizierten Aspekten Rechnung zu tragen. Neben dem Aufbau und der Stärkung der deutschsprachigen Community zu interkulturellen Themen in der Mensch-Computer Interaktion soll das gesammelte Wissen gebündelt und sowohl auf der Webseite des Workshops publiziert als auch in der Sektion „Spotlights on Workshops“ als Poster präsentiert werden. Des Weiteren kann dieser Workshop als Grundlage zum Aufbau eines Arbeitskreises „Interkulturalität“ in der German UPA dienen.

 

4. Workshop zu Smart Factories: Mitarbeiter-zentrierte Informationssysteme für die Zusammenarbeit der Zukunft (MCI-WS04)

Organisation: Christian Kaiser (Virtual Vehicle Research Center, Graz), Alexander Stocker (Virtual Vehicle Research Center, Graz), Alexander Richter (IT University of Copenhagen), Martin Wifling(Virtual Vehicle Research Center, Graz), Andreas Felsberger (Alpen-Adria-Universität Klagenfurt), Christian Kittl (evolaris next level gmbh)
Webseite:  http://facts4workers.eu/index.php/muc2017/
Einreichungsfrist: 26.5.2017

In Unternehmen mit komplexen Produkten und Dienstleistungen wachsen die Anforderungen, welche an Kommunikation, Koordination und Zusammenarbeit zwischen Informations- und Wissensarbeitern gestellt werden, stetig. Dieser Workshop baut auf eine ganze Reihe vorangegangener Workshops zum Thema Interaktion in Organisationen auf und will als gemeinsame Veranstaltung der beiden EU-Projekte FACTS4WORKERS und SemI40 eine nachhaltige Plattform für Praktiker und Wissenschaftler schaffen, um gemeinsam aktuelle und zukünftige Fragestellungen rund um den Einsatz neuer Informationssysteme und -technologien in Industrieunternehmen interdisziplinär und aus unterschiedlichen Standpunkten zu diskutieren.

 

3. Workshop Usable Security: Ziele der Usability und Security ausbalancieren (MCI-WS05)

Organisatoren: Luigi Lo Iacono (Technische Hochschule Köln), Andreas Heinemann (Hochschule Darmstadt), Hartmut Schmitt (HK Business Solutions GmbH)
Webseite:
https://www.usecured.de/muc17/
Einreichungsfrist: 6.6.2017

Unser beruflicher wie privater Alltag wird zunehmend digitaler. Mit diesem Trend einher geht ein steigender Bedarf an adäquaten Sicherheitslösungen in digitalen Produkten und Dienstleistungen, die sowohl Unternehmen als auch privaten Endanwendern das notwendige Maß an wirksamem Schutz der sensiblen Daten ermöglichen. Eine wesentliche Rolle kommt hierbei der Usability dieser Schutzmechanismen zu, da diese nur dann einen effektiven Schutz bieten, wenn sie von allen betreffenden Nutzergruppen verstanden und benutzt werden können.
Ziel des „3. Workshop Usable Security: Ziele der Usability und Security ausbalancieren“ ist es, ein Forum zu etablieren, in dem sich Experten aus Wissenschaft und Praxis zum Thema benutzerfreundliche Informationssicherheit austauschen können. Zugleich soll durch den Workshop die Diskussion für ein breiteres Fachpublikum geöffnet werden.

 

ENTFÄLLT: ABIS 2017 – 23rd International Workshop on Personalized Human-Computer Interaction and Recommender Systems (MCI-WS06)

Organisatoren: Mirjam Augstein (University of Applied Sciences Upper Austria), Eelco Herder (Radboud University Nijmegen), Christoph Trattner (MODUL University Vienna), Wolfgang Wörndl (Technische Universität München)
Webseite:
https://sigabis.wordpress.com/abis-2017/
Einreichungsfrist: 21.5.2017

ABIS 2017 is an international workshop, organized by the SIG on Adaptivity and User Modeling of the German Gesellschaft für Informatik. For more than 20 years, the ABIS workshop has been a highly interactive forum for discussing the state of the art in personalization and user modeling. Latest developments in industry and research are presented in plenary sessions, forums, and tutorials. Researchers, Ph.D. students and Web professionals obtain and exchange novel ideas, expertise and feedback on ongoing research before submitting their work to major conferences such as CHI, UMAP, WWW and SIGIR. ABIS 2017 focuses on personalization of human-computer interaction processes (e.g., adaptive user interfaces and automated selection and configuration of input devices and modalities), recommender systems and related topics on data acquisition, evaluation and user acceptance.

Ethische Herausforderungen in sozioinformatorischen Forschungsprojekten (MCI-WS07)

Organisatoren: Maximilian Eibl, Peter Ohler, Georg Valtin, Nicholas Müller (TU Chemnitz)
Webseite:
https://www.tu-chemnitz.de/forschung/virtual_humans/macelot/ethikWS.php
Einreichungsfrist: 8.6.2017

Als technologische Voraussetzung für eine optimale Mensch-Technik-Interaktion müssen Systeme geschaffen werden, deren Ausdrucks- und Kooperationsfähigkeit auf der Erfassung und eindeutigen Interpretation möglichst aller menschlichen Kommunikationskanäle basiert. Dies umfasst neben offensichtlichen Formen wie Sprache und Posen auch soziale Verhaltensweisen sowie mentale und emotionale Zustände. Aus dem Messen, Erkennen und Nutzen dieser empfindlichen Daten ergeben sich zahlreiche ethische, soziale und rechtliche Implikationen (ELSI), die nicht nur im Forschungsprozess, sondern auch bei Überlegungen zukünftiger praktischer Anwendungen eine wichtige Rolle spielen. Gemeinsam wollen wir am Beispiel konkreter Projekte ELSI-relevante Problematiken, entsprechende Lösungsansätze und Handlungsempfehlungen diskutieren. Zu den Themenschwerpunkten gehören:

  • Gesellschaftliche Aspekte bei der Erarbeitung empirischer Projekte
  • Forschungsethik im wissenschaftlichen Alltag
  • Ethische Abwägungen bei Drittmittelprojekten
  • Persönlichkeitsrechte und Privatsphäre von Probanden
  • Austausch, Transfer und Archivierung sensibler Daten
  • Physiologische Daten und deren Verwertung
  • Umgang mit gesundheitsrelevanten Daten von Probanden
  • ELSI im Designprozess: Value Sensitive Design und Responsible Innovation
  • Freie Forschung vs. Datenschutz
  • Akquise persönlicher Daten am Arbeitsplatz

 

10. Workshop Be-greifbare Interaktion (MCI-WS08)

Organisation: Tanja Döring (Universität Bremen), Marius Brade (Fachhochschule Dresden), Thomas Fröhlich (Universität Bremen), Michaela Honauer (Bauhaus-Universität Weimar), Pascal Knierim (Universität Stuttgart), Anke Reinschlüssel (Universität Bremen)
Webseite: http://www.be-greifbar.de/
Einreichungsfrist: 9.6.2017 16.6.2017

Die Vision des Ubiquitous Computing ist Realität geworden. Mit der fortschreitenden Integration und der zunehmenden Selbstverständlichkeit allgegenwärtiger Computersysteme in unserem täglichen Handeln entwickelt sich auch die Be-greifbare Interaktion (Tangible Interaction) zu einem wichtigen Bestandteil unseres Alltags. Die Fachgruppe „Be-greifbare Interaktion“ des GI-Fachbereichs Mensch-Computer-Interaktion bietet in ihrem gleichnamigen Workshop ein Forum zur Präsentation, des wissenschaftlichen Diskurses und der interdisziplinären Auseinandersetzung mit den neuesten Entwicklungen und Forschungsergebnissen in diesem Forschungsfeld. Sowohl theoretische, kritische und zukunftsweisende Reflexionen als auch gestalterische Arbeiten und Studien, Berichte praktischer Umsetzung und Systemdemonstrationen sind willkommen. Der Workshop soll die
Diskussionen für ein breiteres Fachpublikum öffnen, aktuelle Entwicklungen und Fragestellungen offenlegen und neue Impulse für das Forschungsgebiet schaffen.

 

6th Workshop “Automotive HMI”: Vehicles in the Transition from Manual to Automated Driving (MCI-WS09)

Organisation: Andreas Riener (CARISSMA // Technische Hochschule Ingolstadt), Bastian Pfleging (Ludwig-Maximilians-Universität München), Stefan Geisler (Institut Informatik, Hochschule Ruhr West), Alexander van Laack (Faurecia Interiors, France), Philipp Wintersberger (CARISSMA // Technische Hochschule Ingolstadt)
Webseite: http://ws-automotive-hmi.human-machine-interaction.de
Einreichungsfrist: 12.6.2017 17.6.2017

Automotive user interfaces and especially automated vehicle technology pose a plenty of challenges to researchers, vehicle manufacturers, and third-party suppliers to support all diverse facets of user needs. To give an example, they emerge from the variation of different user groups ranging from inexperienced, thrill-seeking young novice drivers to elderly drivers with all their natural limitations. To allow assessing the quality of automotive user interfaces and automated driving technology already during development and within virtual test processes, the proposed workshop is dedicated to the quest of finding objective, quantifiable quality criteria for describing future driving experiences. The workshop is intended for HCI, AutomotiveUI, and “Human Factors” researchers and practitioners as well for designers and developers. In adherence to the conference main topic “Spielend einfach interagieren”, this workshop calls in par- ticular for contributions in the in the area of human factors and ergonomics (user acceptance, trust, user experience, driving fun, natural user interfaces, etc.), artificial intelligence (predictive HMIs, adaptive systems, intuitive interaction).

 

Medieninformatik 2017: Berufsbilder, Färbungen, Curricula und Erfahrungen (4. Workshop) (MCI-WS10)

Organisation: Martin Christof Kindsmüller (Technische Hochschule Brandenburg); Christian Wolters (Universität zu Lübeck), Christian Noss (Technische Hochschule Köln), Martin Rumpler (Hochschule Trier), Thomas Rakow (Hochschule Düsseldorf), Andreas M.Heinecke (Westfälische Hochschule)
Webseite: https://mi2017workshop.wordpress.com
Einreichungsfrist: 10.6.2017 20.6.2017

In der nunmehr 4. Iteration in der Workshop-Reihe Medieninformatik soll es in diesem Jahr zunächst um das Herausarbeiten von Berufsbildern und Färbungen der Medieninformatik- und Medieninformatik-orientieren Studiengänge gehen. Darüber hinaus ist Zeit für Erfahrungsaustausch (z.B. Studiengangsgestaltung, praxisgerechte Lehr-Lernformen) vorgesehen. Im Vorfeld führt die Fachgruppe eine Kurzumfrage an Hochschulen in der D-A-CH-Region durch, in der die Zielrichtung der jeweiligen Studiengänge und die Absolventenstatistiken hinsichtlich der Arbeitsfelder erfasst werden. Die Ergebnisse dieser Befragung werden vor dem Workshop an die beitragenden Workshop-Teilnehmer*innen als Diskussionsgrundlage zurückgespielt.

Der Halbtagesworkshop wird mit Kurzvorträgen beginnen, um die anschließende Workshopdiskussion anzustoßen. Im Vordergrund stehen dabei die diesjährigen Hauptthemen. Alternativ zu dem in den bisherigen Workshops bewährten Kurzvortrag, kann in diesem Jahr auch ein Wissenschaftliches Positionspapier eingereicht werden. Diese werden begutachtet und – sofern angenommen – publiziert.

 

Location-Based Games with a Purpose – Research Challenges and Applications (MCI-WS11)

Organisation: Markus Kattenbeck (Universität Regensburg), Bernd Ludwig (Universität Regensburg), Sabine Timpf (Universität Augsburg)
Webseite: https://lbgames-workshop.tumblr.com/
Einreichungsfrist: 20.7.2017 (keine Veröffentlichung im Tagungsband)

Die Popularität von INGRESS und Pokémon Go legt nahe, dass in Location-based Games ein Potential steckt, dessen Erschließung für wissenschaftliche Zwecke zielführend sein kann. Der Workshop hat die Diskussion der damit verbundenen Herausforderungen zum Inhalt und zielt darauf, ab konkrete Lösungsansätze für diese Herausforderungen diskursiv zu erarbeiten. Dementsprechend sind Beiträge relevant, die

  • existierende Location-based Spielapplikationen vorstellen, die bereits im wissenschaftlichen Kontext der Informationsverhaltensforschung eingesetzt werden oder sich dafür einsetzen lassen;
  • aufzeigen, wie Location-based Games zum Erkennen und spielerischen Bewerten markanter Punkte im städtischen Raum verwendet werden können;
  • dazu geeignet sind, mobiles lokales Suchverhalten besser zu verstehen;

 

ENTFÄLLT: Blockchains – Herausforderung, Potential und Nutzen für vernetzte Informationssysteme und deren Gestaltung (MCI-WS12)

Organisation: Wolfgang Prinz (Fraunhofer FIT / RWTH Aachen), Thomas Rose (Fraunhofer FIT / RWTH Aachen), Nils Urbach (Fraunhofer FIT / Universität Bayreuth)
Webseite: http://s.fhg.de/muc2017-blockchain
Einreichungsfrist: 16.6.2017 

Blockchains erfahren sowohl in der Wissenschaft als auch in der Wirtschaft aktuell eine große Aufmerksamkeit. Dabei wird immer deutlicher, dass die Anwendungsfelder dieser neuen Technik weit über die Realisierung von Kryptowährungen hinausgehen und neue Formen der Zusammenarbeit hervorbringen, in denen soziotechnische Unterstützung eines Konsenses durch Algorithmik ersetzt wird. Daher hat diese neue Technologie zur Konsensfindung zwischen verschiedenen, teils auch nicht miteinander vertrauten Partner ein neues Element in die Gestaltung gemeinsamer Entscheidungen und Governance-Strukturen für die Koordination gebracht. In diesem Workshop soll die Relevanz von Blockchains für vernetzte Informationssysteme aus verschiedenen Perspektiven diskutiert werden. Der Workshop soll Teilnehmer aus verschiedenen Disziplinen zusammenbringen und adressiert folgende Themenfelder und Fragestellungen:

  • Wo liegen die technischen Herausforderungen in der Gestaltung und Implementierung von Blockchain-Anwendungen?
  • Welche Erfahrungen gibt es mit der Entwicklung von Blockchain-Anwendungen auf den verschiedenen Infrastrukturen?
  • Welches Potential bieten Blockchains für vernetzte Informationssysteme und deren Gestaltung?
  • Was sind Anwendungsfelder, in denen Blockchains in besonderem Maße ihren Nutzen entfalten können?
  • Stellt die Entwicklung der Anwendungen besonderer Anforderungen an das UI-Design oder die UXP?
  • Werden für den Entwurf und die Entwicklung von Blockchain-Anwendungen neue Formen der Modellierung und von Softwareentwicklungsprozessen benötigt?
  • Lassen sich Muster des Prozess-Reengineering für das Nutzungsdesign nutzen?
    Welche Möglichkeiten bieten Social-Media Netzwerkanalysen für die Analyse von Blockchain-Transaktionen oder Knoten-Netzwerken?
  • Welche inter- und intra-organisatorischen Konsequenzen ergeben sich aus den Blockchain-Eigenschaften?
  • Welche Musterstrukturen der Governance erscheinen vielversprechend oder eher unattraktiv für ihren Einsatz?

 

Software und Usability Engineering und User Experience in kleinen und mittleren Unternehmen (MCI-WS13)

Organisation: Thomas Wilhelm (Universität Regensburg), Isabella Hastreiter (Universität Regensburg), Markus Heckner (OTH Regensburg), Christian Wolff (Universität Regensburg)
Webseite: http://mi.ur.de/forschung/muc17-se-ux-kmu/
Einreichungsfrist: 11.6.2017 26.6.2017

Die Forschung zu Software Engineering, ebenso wie zum Usability Engineering und UX hat traditionell – wenn es sich nicht ohnehin um Grundlagenforschung handelt – eher auf große Unternehmen fokussiert. Dies ist sicherlich auch der Geschichte der Informationstechnologie und der Informatik geschuldet, die maßgeblich von großen Unternehmen vorangetrieben wurde. Die besonderen Herausforderungen, vor denen kleine und mittlere Unternehmen (KMU) stehen, wenn sie selbst Software entwickeln oder entwickeln lassen, haben bisher in der Forschung einen weniger deutlichen Niederschlag gefunden. Vor dem Hintergrund einer zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung aller Wirtschaftsbereiche scheint eine Auseinandersetzung mit den Auswirkungen auf KMU besonders wichtig. In diesem ganztägigen Workshop sollen Erfahrungsberichte, Fallstudien, Methodenkonzepte und Werkzeuge vorgestellt und diskutiert werden.

 

D4UX – „Und was können wir für Euch tun?“ – Lernen aus anderen Disziplinen (MCI-WS14)

Organisation: Anne Hess (Fraunhofer IESE), Marcus Trapp (Fraunhofer IESE)
Webseite: http://d4ux.iese.fraunhofer.de 
Einreichungsfrist: keine

Können wir aus der Kriminologie etwas lernen und Befragungstechniken von polizeilichen Ermittlern für die Anforderungserhebung adaptieren? Können wir Bewertungssysteme und -strategien aus dem Sport (z.B. dem Eiskunstlauf) sinnvollerweise auf Usability Evaluationen übertragen?
Im Rahmen eines halbtägigen Kreativitätsworkshops möchten wir gerne mit Euch über solche Fragestellungen diskutieren, insbesondere: was können wir aus Disziplinen lernen, die auf den ersten Blick mit Usability und User Experience (UUX) nichts zu tun haben?
Nach einem „Warm-Up“ steigen wir in die Gruppenarbeit ein: dabei werden wir gemeinsam unter Anwendung verschiedenster Kreativitätstechniken Synergiepotentiale von UUX Aktivitäten zu anderen Disziplinen ausarbeiten. Dabei lassen wir uns unter anderem von folgenden Leitfragen inspirieren:

  • Welche UUX Aktivitäten können von anderen Disziplinen profitieren?
  • Bieten die Disziplinen spannende Techniken, die für UUX Aktivitäten adaptiert werden können?
  • Bieten diese Metaphern an, um UUX Methoden anschaulich zu vermitteln?
  • Wie sähe die Anwendung der neuen Technik / Metapher an einem konkreten Beispiel aus?
  • Finden wir kreative Ideen für spannende „neue“ UUX Methoden durch Kombination von Ansätzen aus anderen Disziplinen?

Wir sind davon überzeugt, dass wir von anderen Disziplinen eine Menge lernen können – wir hoffen, ihr auch! Lasst uns einfach mal eintauchen in andere Bereiche und Erkenntnisse mitnehmen, die unsere täglichen Arbeiten mit Sicherheit bereichern.

 

6. Workshop zu Innovativen Computerbasierten Musikinterfaces (MCI-WS15)

Organisation: Holger Reckter (Fachhochschule Mainz), Axel Berndt (Center of Music and Film Informatics (cemfi)), Paulo Jorge Ferreira-Lopes (Hochschule Mainz), Aristotelis Hadjakos (Center of Music and Film Informatics (cemfi)), Robert Krämer (Hochschule Ansbach),
Cornelius Pöpel (Hochschule Ansbach), Simon Waloschek (Center of Music and Film Informatics (cemfi))
Webseite: http://icmi-workshop.org/
Einreichungsfrist: 9.6.2017 17.6.2017

Das Forschungsgebiet der Innovativen Computerbasierten Musikinterfaces umfasst inzwischen und mit Zunahme der Miniaturisierung und vereinfachten Integration von
Sensorik und Aktorik eine Vielfalt von Themengebieten. Dazu gehören u.a. neuartige Musikinstrumente, interaktive und teils kooperative Multitouch Anwendungen, 3-D-Sound, Audio-Video-Installationen und Performances. Es finden sich vielfältige Möglichkeiten in konkreten Anwendungsgebieten, wie auch im rein künstlerischen Ausdruck. Im ICMI-Workshop für 2017 möchten wir gerne den gesamten Bereich »Musikalischer Interaktion«
betrachten und sprechen die unterschiedlichsten Zielgruppen in diesem spannenden Gebiet an. In der Regelmäßigkeit unserer Workshops möchten wir gerne ein Forum bieten, um neue Ansätze und Forschungsvorhaben zur Music Interaction vorzustellen und zu diskutieren. Dabei ist es das primäre Ziel, die unterschiedlichen Expertengruppen, die sich meist unabhängig voneinander mit dieser Thematik befassen, einander näher zu bringen und in einer gemeinsamen Veranstaltung Ideen, Experimente und Entwicklungen kennen zu lernen
und sich auszutauschen.

 

Makerspace: Academic practices in (community) innovation and (digital) fabrication (MCI-WS16)

Organisation: Oliver Stickel (Universität Siegen), Melanie Stilz, (TU Berlin) Jiannis Giatagantzidis (Universität Siegen), Marios Mouratidis (Universität Siegen), Volkmar Pipek (Universität Siegen)
Webseite:  http://www.academic-practices.fab101.de (noch nicht aktiv)
Einreichungsfrist: keine

Der Makerspace ersetzt den Workshop „Academic practices in (community) innovation and (digital) fabrication“ und wird am Montag, den 11. September 2017, auf der Konferenz zum Besuch einladen. Er ist als offener begehbarer Ort konzipiert, der Laufpublikum ebenso ansprechen soll wie gezielt interessierte Besucher. Der Space ist sowohl Showroom als auch Workshop Bereich, Ort für Kurzpräsentationen und bietet informelle Gelegenheit zum Austausch. Es wird ein paar 3D Drucker geben, einen Lasercutter, Werkzeug und andere Ausstattung die zum Experimentieren, Ausprobieren, Basteln und Austausch beiträgt. Ziel des Makerspaces ist es ebenso alle diejenigen zu erreichen die keine Vorstellung davon haben was „Making“ eigentlich ist, wie auch erfahrene Maker und Hacker eine Gelegenheit zum Austausch geben.
Es wird ein offenes Workshop-Programm mit kurzen Sessions zu folgenden Themen geben:

  • Kurze Einführung „Was ist Community Innovation und akademische Praxis rund um Fab Labs“
  • Kurzpräsentationen mit Möglichkeit zur Diskussion
  • Praktische Workshops zu Making. wie 3D Drucken, Upcycling oder spielerisches 3D Design

Zudem wird es einen Showroom mit Objekten aus dem Fab Lab Siegen geben: Demos, Forschungsprojekte und Studierendenprojekte der Universität Siegen. Das Motto des Makerspaces ist ‚make, hack, learn and share‘ und der Space wird organisiert von dem FabLab Siegen und der Universität Siegen in Kooperation mit der TU Berlin.

Golden Oldies and Silver Surfers: User Experience Design für eine ältere Zielgruppe (MCI-WS17)

Organisation: Victoria Böhm (Universität Regensburg), Patricia Böhm (Universität Regensburg) , Daniel Isemann (Universität Regensburg)
Webseite: http://mi.ur.de/forschung/muc17-workshop-ux-fuer-aeltere/
Einreichungsfrist: 11.6.2017

Durch den demografischen Wandel werden im Jahr 2030 über die Hälfte aller Deutschen der Altersgruppe 50+ angehören sowie weltweit etwa ein Fünftel der Bevölkerung. Die ältere Generation stellt damit eine zunehmend relevante Zielgruppe für die Mensch-Computer-Interaktion dar. Die spezifischen körperlichen und kognitiven Bedürfnisse sowie die veränderte Lebenssituation des oberen Alterssegments machen die ältere Zielgruppe zu einem spannenden Objekt für die Erforschung adäquater User Interfaces und User Research- bzw. Usability Engineering-Methoden.
Ziel unseres Workshops ist es, wissenschaftliche Ansätze zur Erforschung der älteren Nutzergruppe, zur Anpassung von User Interfaces oder methodischen Adaptionen zu diskutieren. Auch Erfahrungen, die sich aus praktischen Projekten und dem Einsatz von Usability Engineering-Methoden mit älteren Nutzern ergeben, sind willkommen.